Merzen. Es war einmal, vor nunmehr 15 Jahren, ein Freundeskreis im Merzener Land, dem dünkte, eine fröhliche Festivität feiern zu wollen. So ward der Indian Summer geboren. Zu jener Zeit begab es sich auch, dass75 Kilometer des Weges, im emsländischen Dörpen, weit hinter Haselünne, andere Freunde mehr dem Erzeugen von musikalischen Klängen und buntem Licht mittels des Elektrik-Tricks zugetan waren. So ward das Empire Entertainment geboren. Vor fünf Jahren hat es sich zugetragen, dass beide Bünde eine Allianz bildeten, die seitdem gar lieblich zu feiern vermag. So auch am Samstagabend.
„Hey Macarena“ schallt es über den Platz, auf dem die Wanderfreunde Plaggenschale-Döllinghausen (Wapladö) für ihren „Indian Summer“ das Zelt aufgebaut haben. Draußen und drinnen gibt es Musik. „2 Areas“ nennt sich das. Draußen ist es DJ Ralf, der in der lauen Nachtluft das spielt, was die Gäste hören wollen. Drinnen ist es die eingespielte Empire-Vierertruppe, die Dampf ins Zelt bringt, sorgt doch die hohe Luftfeuchtigkeit gar dafür, dass es von der Decke tropft. Chris Wortmann bringt bunte Bilder auf die LED-Videowand, Wilfried Hermes sorgt für passende Lichteffekte, und Mike Pistar wählt die Musik aus, die einfach gerade absolut genau passt.
Ein Dorf rüstet auf
Meister der Zeremonie aber ist Thomas Rüschen. Einerseits Geschäftsführer, andererseits Stimmungskanone. Auf Keyboard und am Mikrofon deutet er Stücke an, die dann im Original folgen. Immer wieder singt er mit, feuert das Publikum an, gibt Takte vor. „Dass die Leute sofort anspringen, das haben wir sonst selten, es macht unseren Dörpener Leuten Spaß, hier zu arbeiten“, zeigt sich Oliver Runde vom Empire-Team begeistert. „Ich habe das vor fünf Jahren vermittelt“, blickt er zurück. „Mit der Disco in Diepholz haben wir nichts zu tun“, stellt der 33-Jährige am Rande klar.
„Die haben es echt drauf“, schwärmt Franz-Josef Wilke. Aber auch auf seine Truppe ist er stolz: „Wir haben hier 120 Leute im Einsatz, morgen früh kommen noch 20 zum Zeltabbau dazu, ein ganzes Dorf rüstet auf, um das hier zu machen“, schwärmt der Vorsitzende der Wanderfreunde.
Aus den Lautsprechern wummert derweil Falco und fordert: „Rock me Amadeus“.
Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt19. Juni 2011 16:22 Uhr
Link zu den Fotos:http://picasaweb.google.com/venafeld
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